BJV Kreisgruppe Vilsbiburg

im Landesjagdverband e.V.

Pflichthegeschau und Jahreshauptversammlung 2025

Am Samstag, den 08.03.2025, wurde im Gasthaus Köck in Gerzen die öffentliche Pflichthegeschau der Jägerschaft des Landkreises Landshut Süd abgehalten, welche von der BJV-Kreisgruppe Vilsbiburg in Zusammenarbeit mit dem Kreisjagdberater organisiert wurde. Die Veranstaltung, präsentierte neben fundierten Informationen insbesondere die präparierten Rehbock-Geweihe. Dabei wurde durch die Bewertungskommission auch die Altersstruktur und die
genetische Vielfalt im Rehwildbestand begutachtet. Ebenso stand sie im Zeichen der Qualitätskontrolle für die Wildbestände und jagdlichen Praktiken, unter Berücksichtigung wildbiologischer, landeskultureller sowie forstlich und
landwirtschaftlicher Aspekte. Die Hegeschau fügte sich damit nahtlos sowohl in die heimische Jagdkultur als auch in die die regionale Umweltbildung ein. Zu den anwesenden Ehrengästen zählten unter anderem Landrat Peter Dreier, Tobias Krimmel als Vertreter der Unteren Jagdbehörde, Herr Kleinert, der Abteilungsleiter Forst für Stadt und Landkreis Landshut, Georg Sachsenhauser vom Bauernverband sowie Josef Weig und Josef Karl von den BJV-Nachbarkreisgruppen Landshut und Rottenburg.
Eröffnet wurde die Veranstaltung erstmals von den neu gegründeten Vilstaler  Jagdhornbläsern.
Landrat Dreier dankte in seinem Grußwort zunächst den Jagdhornbläsern für Ihr Engagement und Ihre Ausdauer beim Aufbau der Gruppe. Zudem unterstrich er die Rolle des Jägers als Erhalter und Schützer der Schöpfung. Der Landrat wies ebenso auf die zunehmenden Einschränkungen der Öffentlichkeit durch die Jagd hin und betonte aber dabei auf Versöhnung der Interessengruppen zu
setzen.
Der Kreisobmann des Bauerverbandes Georg Sachsenhauser bedauerte in seiner Begrüßung Einschränkungen im Brauchtum der Jagd. Er hob auch die Bedeutung der Jagd als forstwirtschaftlicher Faktor hervor, ebenso wie die drohende Gefahr der Afrikanischen Schweinepest. Der Kreisobmann, der selbst Jäger ist, wünschte sich weiterhin eine gute Kommunikation zwischen den Interessengruppen aus Waldbesitzern und Jägern.
Anschließend sprach Tobias Krimmel von der Unteren Jagdbehörde. Dieser
bedankte sich für die verständnisvolle Zusammenarbeit zwischen Jägern und der Behörde. Er betonte auch, dass die Vorgaben der Abschussplanung sowie die Gutachten und Vorgaben durch das Amt für Ernährung und Forsten festgelegt werden. Auch wies er auf die neuen und effizienteren Verlängerungs-
und Beantragungsmöglichkeiten des Jagdscheins im Onlineformat hin.
Forstmann Kleinert widmete sich in seinen Ausführungen den Aspekten des Waldumbaus sowie dem diesjährigen forstlichen Gutachten. Er ging dabei genau auf die Anteile der unterschiedlichen Baumarten und deren Vorkommen in den jeweiligen Hegegemeinschaften ein. Zusätzlich wies er auf die jeweiligen Problemgebiete (die sog. „roten“ Hegegemeinschaften) hin, in denen eine beherztere Bejagung des Rehwilds empfohlen wird.
Kreisjagdberater Max Peter Graf von Montgelas betonte zu Beginn seiner Ausführungen die gute Zusammenarbeit der Jägerinnen und Jäger und sprach dafür seinen Dank aus. Ebenso schlug der Kreisjagdberater versöhnliche Töne in Bezug auf die Gehörnpräparationen der diesjährigen Hegeschau an. Dabei bemerkte er eine Verbesserung in der Darstellung und Pflege der Trophäen zu den Vorjahren. Im Anschluss präsentierte er die Auswertungen der Abschüsse und ging auf die erhobenen Daten ein. Er plädierte neben der scharfen Bejagung auch die Wildbiologie mit den wichtigen Altersstrukturen zu
berücksichtigen. Er wünschte sich weiterhin ein besseres Zusammenkommen der Parteien bestehend aus Land- und Forstwirten sowie den Jägern.
Der 1. Vorsitzende Christian Kleindienst leitete nach der Rede des Kreisjagdberaters die Jahreshauptversammlung der Kreisgruppe ein. Nach dem Gedenken an verstorbene
Mitglieder fuhr Kleindienst mit einem Rückblick fort. Dabei zählte er die Aktivitäten der Kreisgruppe des vergangenen Jahres auf. Die Veranstaltung „Zeitgemäße Rehwildbejagung mit Helmut Pirker“ hob er dabei besonders hervor. Im weiteren Verlauf seines Rückblickes dankte er den Helferinnen und Helfern der Kreisgruppe beim letztjährigen Nikolausmarkt. Ebenso informierte der Vorsitzende über den Entwurf eines neuen Jagdgesetzes, der u.a. eine teilweise Abschaffung der Abschussplanung
vorsieht. Es folgten die Berichte des Hundeobmanns Medard Rath, des Schießobmanns Hans Bauer Bergmann, sowie der des Schatzmeisters Hans Ziegleder. 2. Vorsitzender, Manuel Schott berichtete kurz von den erfreulichen Entwicklungen rund um die Vilstaler Jagdhornbläser. Auch auf der Hegeschau spielte die neu gegründete Gruppe mit voller Begeisterung und wurde dabei vom Publikum mit
großem Beifall versehen. Am Ende wurden mehrere Jubilare für 25-, 40- und 50-jährige und sogar 60-
jährige Vereinstreue ausgezeichnet, womit dieser ereignisreiche Tag im Zeichen jagdlicher Verantwortung und regionaler Verbundenheit seinen Abschluss fand.

Vorstände mit Landrat und Geehrten. Von links nach rechts 1. Vorsitzender Christian Kleindienst, Landrat Peter Dreier, Reinhard Eiglstorfer (25 Jahre Mitgliedschaft), Kai-Peter Binner (25 Jahre), Helmut Striegl (25 Jahre), Hans Hiermer (40 Jahre), Hans Royes (40 Jahre) und 2. Vorsitzender Manuel Schott. Im Hintergrund die Vilsstaler Jagdhornbläser.