BJV Kreisgruppe Vilsbiburg
im Landesjagdverband e.V.

Pflichthegeschau und Jahreshauptversammlung der BJV-Kreisgruppe Vilsbiburg 2026

Am Samstag, den 21. Februar 2026, fand im Gasthaus Köck in Gerzen die öffentliche
Pflichthegeschau der Jägerschaft des Landkreises Landshut Süd statt, die von der BJV-
Kreisgruppe Vilsbiburg in enger Zusammenarbeit mit dem Kreisjagdberater organisiert
wurde. Die Veranstaltung diente neben der Präsentation der präparierten Rehbock-Geweihe
vor allem der fundierten Information über den Zustand der Wildbestände. Die
Bewertungskommission begutachtete dabei die Altersstruktur und die Vitalität des Rehwilds
als Indikator für einen gesunden Bestand. Die Hegeschau unterstrich erneut ihre Bedeutung
als Instrument der Qualitätskontrolle und der regionalen Umweltbildung, wobei
wildbiologische sowie forst- und landwirtschaftliche Aspekte im Fokus standen.

Eröffnet wurde die Versammlung traditionsgemäß durch die Vilstaler Jagdhornbläser, die mit
ihrer musikalischen Begleitung den feierlichen Rahmen unterstrichen. Zu den Ehrengästen
zählten Kreisrat Hubert Lehner, Bürgermeister Hans Luger, Tobias Krimmel von der Unteren
Jagdbehörde, Forstdirektor Christian Kleiner sowie Georg Sachsenhauser vom
Bauernverband.

Kreisrat Rudolf Lehner hob in seinem Grußwort die Vorbildfunktion der Jäger hervor und
dankte der Kreisgruppe sowie den Waldbauern für ihren Einsatz bei der Bewältigung neuer
Herausforderungen. Der Gerzner Bürgermeister Hans Luger begrüßte die Jägerschaft in seiner
Gemeinde und unterstrich, dass das Jagdwesen grundsätzlich ein Miteinander aller Beteiligten
sei. Er räumte dem Lebensraum der Wildtiere eine besondere Bedeutung ein und verwies auf
den hohen Erholungswert der Natur, die gleichzeitig als Rohstofflieferant und
schützenswertes Gut fungiere.

Georg Sachsenhauser, Obmann des Bauernverbandes, betonte die Notwendigkeit eines
verträglichen Wildbestandes und verwies auf die natürliche Verjüngung als Beweis für einen
guten Waldzustand. Er ging zudem auf die Bedeutung der Prädatorenbejagung und die
anstehenden Änderungen im Jagdgesetz ein.

Für die Untere Jagdbehörde sprach Tobias Krimmel, der über die organisatorische Trennung
von Jagd- und Waffenbehörde informierte und auf die effizienten Online-Verfahren zur
Jagdscheinverlängerung hinwies. Forstdirektor Christian Kleiner widmete sich den
waldbaulichen Entwicklungen und lobte das Aufforstungsprojekt der Kreisgruppe. Er
erläuterte die künftige Rolle der forstlichen Gutachten im neuen Jagdgesetz und wies auf die
Bedeutung gemeinsamer Waldbegänge hin, um die Eigenverantwortung in den Revieren zu
stärken.

Kreisjagdberater Max Peter Graf von Montgelas berichtete von einem stabilen Streckenniveau
und ausgeglichenen Geschlechterverhältnissen beim Rehwild. Sorge bereite jedoch der
Rückgang beim Niederwild wie Hasen und Rebhühnern, weshalb er zu
hegeringübergreifenden Fuchsjagden aufrief, um den hohen Besatz an Prädatoren zu
regulieren.

Im Anschluss leitete der 1. Vorsitzende Christian Kleindienst die Jahreshauptversammlung
ein. Er blickte auf ein aktives Vereinsjahr zurück, dankte den Helfern des Nikolausmarktes
und informierte über die anstehende politische Entscheidung zum neuen Jagdgesetz am 15.
März. Es folgten die Fachberichte der Obmänner: Der Hundeobmann mahnte
Qualitätssteigerungen in der Zucht an, während der Schießobmann und der Schatzmeister
über Termine und Finanzen berichteten. Die Versammlung beschloss zudem mit großer
Mehrheit eine Anpassung des Jahresbeitrags auf 85 Euro.

2. Vorsitzender Manuel Schott berichtete von der erfreulichen Entwicklung der Vilstaler
Jagdhornbläser, die für ihr Engagement viel Beifall erhielten. Den würdigen Abschluss bildete
die Ehrung zahlreicher verdienter Mitglieder für ihre langjährige Vereinstreue, womit der
ereignisreiche Tag im Zeichen jagdlicher Verantwortung und Kameradschaft endete.


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